WOLF VOSTELL

WOLF VOSTELL

AUTOSKULPTUREN IM werkP2

29.08. - 14.11.1999

Einzelausstellung mit "Relikten" Vostell’scher Happenings sowie Environments zum Thema Automobil.

DIE "AUTOSKULPTUREN" IM werkP2

Die Ausstellung “VOSTELL- Autoskulpturen im werkP2” zeigt eine einzigartige Werkauswahl zum Thema Auto von 1963 bis 1999. Insgesamt werden 8 “Autoskulpturen” und die großformatige Collage “Rien oder Vor aller Augen” erstmalig gemeinsam zu sehen sein. Durch begleitende großformatige Fotografien und Videofilme Vostell´scher Auto-Aktionen wird der Happening-Charakter der “Mobil-Monumente” erlebbar gemacht.
Die Nähe der Hürther werkP2-Kunsthallen zu Köln, der Stadt, die für Vostell lange Zeit eine prägende Rolle spielte und der er aus Verdruss 1971 den Rücken kehrte, war auch ein Grund für diese Ausstellung. Vor allem deshalb, da hier sein letztes wichtiges Werk “Cadillac-Schaukel”, zu Lebzeiten konzipiert und posthum von Bernd Reiter einem Freund und Bewunderer Vostells, in Zusammenarbeit mit Mercedes Vostell vollendet wurde. Ein kunsthistorisches Ereignis, zu dem Dr. Michael Euler- Schmidt vom Kölnisches Stadtmuseum, sehr passend mit seinem Beitrag in diesem Buch anmerkt: “Ein Kreis schliesst sich.....”. Hier in Köln begann Vostell seinen künstlerischen Lebensweg und hier, in Hürth bei Köln, wird sein Werk beendet.
Der Titel der Ausstellung “Autoskulpturen”, ganz bewußt gewählt, entspricht nicht dem Sinn von Fluxus. “Skulptur” beinhaltet die Definition von etwas Starrem, Monumentalem. Vostells Werke sind im Sinne von Fluxus beweglich, sie sind durch Bewegung, Aktion entstanden. Sie machen beweglich, sensibilisieren die Erlebnisfähigkeit.

BIOGRAPHIE UND AUSSTELLUNG IN AUSWAHL

1932 geboren in Leverkusen/Köln
1953 Lehre als Fotolithograph in Köln und Werkschule
1954 Besuch Werkkunstschule in Wuppertal
Erste Reise nach Paris
Erste dé/colage Aktion
Assistent von A.M. Cassandre
1955/56 Student an der École National Supériuere des Beaux Arts in Paris
1957 Kunstakademie Düsseldorf
1958 Erstes Happening in Paris mit TV-Geräten und Autoteilen
Reise nach Extremadura/Spanien
1961 Erste Einzelausstellung in Paris in der Galerie „ Le Soleil dans la Tete“
1962 Fluxus in Wiesbaden
1963 Erste Einzelausstellung in New York
Teilnahme am Yam-Fluxus-Festival
1965/66 Happenings in Berlin mit René Block und in New York
Erste Retrospektive im Kölnischen Kunstverein
1968 gründet in Köln das Labor e.V. mit Kagel, Feussner,u.a.
Biennale in Venedig
1969 Einbetonierung eines Autos in Köln
1970 Cadillac in Beton als zweite Auto-Beton-Skulptur in Chicago
1971 Umzug nach Berlin
Gründung des Happening Archiv Vostell
1972 Mitgründer der ersten Videothek in deutschland im NBK
1974 Retrospektive im Musée dárt Moderne, Paris
1975 Retrospektive in der Berliner Nationalgalerie
1976 Gründung des Museo Vostell in Malpartida/Spanien
1977 Teilnahme ander Documenta 6 in Kassel
Gatsdozentur Gesamthochschule Essen
1978/79 Retrospektiven in Madrid, Barcelona und Lissabon
Erstes Bühnenbild für „Hamlet“
1980 Retrospektive in Braunschweig
Arbeit in Los Angeles
1981 Fluxus-Zug in Nordrhein-Westfalen
1982 Kulturpreis Pablo Iglesias
1983 Arbeit in Buenos Aires
Fluxus Konzert in der Galerie Wewerka/Berlin
1985 Gastprofessur an der Akademie in Salzburg
1986/87 zwei Beton-Cadillacs in Form der nackten Maja, für den Berliner Skulpturenboulevard
1988 Großplastik für die Olympiade in Seoul „VW für Zen“
1989 Gestaltung des Art Hotel, Berlin
1990 Teilnahme an der Biennale in Venedig
Enthält die „Madaille de Paris“
1991 Erwerb eines Bauernhofes südlich von Berlin als Produktionsstätte für die Großskulpturen
1992 Retrospektiven in Köln, Berlin, Bonn, Leverkusen, Mannheim, Mülheim /Ruhr
zum 60.Geburtstag
Verleihung des Professorentitels durch den Berliner Kultursenator
1993 Ausstellung des Zyklus „Sara-Jevo“ in der Galerie Rafael Vostell/Berlin
Retrospektive in der Kunstgalerie gera
Mitglied der Europäischen Akademie für Wissenschaft und Kunst in Salzburg
1994 Wiedereröffnung des MUSEO VOSTELL MALPARTIDA durch das extremische
Kulturministerium
Sara-Jevo-Piano, Ausstellung und Konzert, Fundacion Miro, Palm de Mallorca,
Utopische Stadtprojekte, Galerie Fine Art rafael Vostell/Berlin
1995 Neue Arbeiten, Galerie Joao Guaita/ Palma de Mallorca
3 Grazien, bei Galerie Inge Baecker „Art Cologne“
3. Biennale de Lyon, Frankreich
1996 Festa di un altro Mondo, Milano/Italien
Realisation seiner grössten Skulptur „Warum dauerte der Prozess zwischen Jesus und Pilatus nur 2 Minuten?“ - 18 Meter hoch, bestehend aus einer russischen MiG, Autos, Flügeln und Fernsehgeräten
Drei Grazien und blauer Zyklus, Fine Art Rafael Vostell/Berlin
Face à l´Histoire, Centre Pompidou, Paris/Frankreich
1997 Ausstellung im Centre Kyron/Paris
Präsentation des Monumentalwerkes „Shoa 1492-1945“ (Memorial an die Vertreibung der spanischen Juden bis zum Holocaust) bei der Galerie Fine Art Rafael Vostell/Berlin
Einweihung seiner Skulptur „Warum dauerte der Prozess zwischen Jesus und Pilatus nur zwei Minuten? im Museo Vostell Malpartida
Verleihung des Hannah-Höch-Preises durch den Berliner Kultursenator und die Berlinische Galerie
1998 Out of Action, Museum of Contemporary Art/ Los Angeles
MACBA/ Barcelona
Museum of Contemporary Art/ Tokio
3. April Tod Vostells in Berlin

1999 Posthum
Verleihung der „Medaille von Extremadura“
Hommage an Wolf Vostell, Ausstellung im KHB/Kunsthaus Berlin
Wolf Vostell – Autoskulpturen im werkP2, erste große Ausstellung nach seinem Tod im Kölner Raum

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